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Der Blautopf – Das Naturphänomen in Ulm

Der Blautopf – Das Naturphänomen in Ulm

Der Blautopf in Blaubeuren

Diese magische blaue Farbe des Wassers. Mal knallig Türkis, mal Hellblau, mal eher grünlich Blau, dann wieder etwas klarer, dunkler. Von außen wirkt er wie ein geheimnisvoller Teich, der durch seine blaue Farbe eine rätselhafte Tiefe vermuten lässt. Der Blautopf in Blaubeuren, Nahe der Stadt Ulm. Ringsum Natur und Wege zum Wandern, gleich neben dem Blautopf eine alte Mühle, die sich schon seit 200 Jahren dreht und das alte Kloster Blaubeuren.

Charakteristisch am Blautopf ist wahrlich seine blaue Farbe, sein klares immer blauer werdendes Wasser. Ein Blick genügt um zu erkennen, dass dieser Ort etwas Magisches hat. Der blaue Schimmer entsteht durch das Wechselspiel zwischen Sonneneinstrahlung und dem Kalkgehalt des Wassers, schimmert also je nach Wetterlage mal mehr oder weniger blau.

Der Blautopf ist ein Ort der Sagen und Legenden. So wird in der „Historie der Schönen Lau“ von Eduard Mörike erzählt, dass eine Wassernixe am Blautopf das Lachen wieder lernte. Da sie vor lauter Traurigkeit nur tote Kinder gebar, verbannte sie ihr Gemahl, ein alter Donaunix vom Schwarzen Meer, in die Blautopfquelle. Sie sollte 5 mal von Herzen lachen, nicht eher würde sich der Fluch aufheben. Mit einem ganzen Hofstaat an Kammerzofen und Mägden ausgestattet, lebte sie zurückgezogen in ihrem unterirdischen Palast. Doch sie schaffte es durch den Kontakt zum Nonnenhofwirtin Betra Seysolffin, einer echten Schwäbin, eines geraubten Kusses, eines Kindernachttopf und auch jenem bekannten Zungenbrecher

 `s leit a Klötzle Blei glei bei Blaubeura –
glei bei Blaubeura leit a Klötzle Blei…

wieder zu lachen und befreite sich so von dem Fluch. Ihr Gemahl kam geschwommen, der Blautopf lief über und mit ihm das neue Liebesglück. Zum Abschied versprach die Wassernixe, mit ihrem Kind auf dem Arm, wiederzukommen.

Die Schöne Lau ist bis heute am Blautopf zu betrachten. Es wurde ihr ein Denkmal von dem Bildhauer Fritz von Graevenitz gesetzt.

 

Fakten

  • Blaubeuren liegt im Alb-Donau-Kreis, 20 km westlich von Ulm
  • Der Blautopf ist nach dem Aachtopf die zweitgrößte Karstquelle Deutschlands
  • Die Blautopfhöhle ist das größte, verzweigte Höhlensystem der Schwäbischen Alb. Erforscht wurde eine Gesamtlänge von 10 km
  • 40 qm breiter Quelltopf
  • Die Farbgebung ist abhängig vom Wetter und Kalkgehalt
  • Größter Abfluss (27.03.1988): 32.670 l/s
  • Mittlerer Abfluss: 2.280 l/s
  • Kleinster Abfluss (13.10.1991): 2.50 l/s

Jeder der den Blautopf schon einmal betrachtet hat weiß, er ist auf jeden Fall ein Besuch wert. 🙂

 

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Noch mehr Infos zum Thema findest Du hier:

https://www.blaubeuren.de/de/Tourismus/Blautopf
https://www.blautopf.de

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